Nanaimo – Parksville – Tofino – Ucluelet – Port Hardy
Fahrradtour, Shoppen, Chillen, Surfer, Fischerdorf
15.08.2010 - 23.08.2010
20 °C
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Discovering Canada
auf Davintje's Reise-Karte.
Nanaimo 15.08. – 17.08.
40km weiter nördlich von Duncan liegt am Hwy 19 Nanaimo. Hier haben wir uns 2 Übernachtungen an einem Campingplatz, vor Nanaimo liegend, niedergelassen. Unser "gebuchtes" Glück hat auch hier wiedermal zugeschlagen. Der Camping-Office-Mensch hat doch glatt mal 20$ vergessen zu berechnen…schnell raus aus dem Office und sich ganz doll drüber freuen
Nach Duncan fühlten wir uns hier sehr wohl, nur Familien und nach 10 Uhr war Funkstille. Beim Frühstück wurden wir nur von einem „Killer-Eichhörnchen“ gestört, das meinte, es müsse am frühen Morgen die ganzen Tannenzapfen von den Tannnen runterwerfen. Bewaffnet mit einem Handtuch auf dem Kopf, wir wollten ja keine Beulen mit nach Hause nehmen, konnte das Frühstück fortgesetzt und über das „Killer-Eichhörnchen“ gelacht werden.
Am Montag (16.08.) machten wir uns auf nach Nanaimo-City, um die Fähre zur Gabriola Island zu nehmen. Geplant war eine Radtour rund um die Insel (rund 30km). Jedoch erwies sich das Fahrradausleihen als etwas schwierig. In Nanaimo werden keine Fahrräder mehr verliehen, da zu viele Unfälle passiert sind und irgendein Problem mit den Versicherungen gab. Freundliche Fährarbeiter haben dann für uns auf der Insel rum-telefoniert, ob dort eine Ausleihstation gibt. Glücklicherweise ja … der Haken: ein 6km Fußmarsch lag vor uns. Wir hatten eine Karte und wussten so ungefähr wo wir hin müssen und dachten „ja, ja, läuft sich, kann nicht so weit sein!“ Da es auf der Insel genügend Hügel und Berge gibt, war dieser Marsch doch etwas länger und auch ein wenig anstrengend. Ein Inselbewohner hat sich erbarmt, nachdem er zum Zweiten mal an uns vorbeigefahren ist, uns die letzten 1,5km zur Ausleihstation zu fahren - sehr nett von ihm. Gut Ausgestattet ging dann die Fahrradtour gleich mit einem 18% Gefälle los…so bergab ist es schon echt angenehm. Bergauf kann schon sehr sehr anstrengen sein. Christiane und Antje mussten so einige Male das Fahrrad schieben – naja, wer liebt der schiebt, heißt es doch so schön. David, die Sportskanone, hatte glaube ich noch nicht mal eine Schweißperle auf dem Gesicht. Neid. Ist da wie ein Spazier-Fahrer hochgefahren. Unglaublich. Insgesamt eine schöne Tour rund um die Insel, nach gut 4 Stunden, diversen Stopps an Hafen und Leuchtturm, haben wir dann geschafft aber glücklich die Fahrräder abgegeben.
Der nächste Tag (17.8.) wurde mit Shoppen gefüllt…auch hier hieß es wieder auf geht`s zu Schnäppchenjagt
Was uns sehr gut gelungen ist. Davon müsst Ihr Euch aber selbst überzeugen.
Parksville 17.08. -18.08.
Nach dem Shoppen ging‘s ins 20km entfernte Parksville, wo wir im warmen Meer (wenn Flut ist) baden gehen konnten. Unser erster richtiger Sandstrand. Schön! Aber davon sollten wir noch mehr bekommen….Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück in Richtung Westküste (Tofino), dem Surferparadies.
Tofino 18.08. – 20.08.
In Tofino angekommen schien es so, als würden zum ersten Mal Probleme bekommen, einen Zeltplatz zu erhalten. Unser "Wunsch"-Campingplatz war jedenfalls ausgebucht und bei allen anderen sah es, nach Auskunft der Touri-Info, auch nicht besser aus. Als wir anschließend "auf gut Glück" den nächsten Campingplatz ansteuerten, waren allerdings noch Plätzchen frei. Nicht die besten Plätze (sehr, sehr steinig), aber besser als keine. Die Freude war jedenfalls groß, nicht bereits wieder wegfahren zu müssen.
Tofino ist ein sehr touristisch angehauchtes Dörfchen, zudem ein Suferparadies mit entsprechenden Surferstunden- oder-Surferbrettausleih-Angeboten. Hier und da noch ein Souvenierladen und eine Einkaufshalle. Ein kleiner Hafen, wo kleine Wassertaxis, wenn man es weiss und will, einen zu den umliegenden Inseln bringt (u.a. Florence Island), die von den Ureinwohnern bewohnt werden. Dazu später mehr (zweiter Tag).
Die erste Station in Tofino war Christianes Lieblingsstrand: Chesterman Beach. Ein bisschen Spazieren, das Meer genießen und die Surfer beobachten. Anschließend noch Abendessen und ab ins Bett. Am zweiten Tag haben wir nochmal den Chesterman Beach besucht, zudem den Long Beach, und sind durch Tofino flaniert.
Am dritten und letzten Tag stand eine Überfahrt nach Florence Island auf dem Programm. Davids Schlaf war in jener Nacht nicht so gut, sodass wir Ihn in einem Café geparkt haben, wo er auf uns warten sollte und Kaffee zu sich nehmen konnte. Christiane und Antje fuhren eine halbe Stunde mit einem kleinen Boot zu den Florence Island. Die Überfahrt war nicht soo einfach. Zunächst musste mit dem "Captain" verhandelt werden, wieviel Geld er für die Überfahrt möchte. Auf der Insel angekommen, hat uns unser Gefühl von Duncan wieder ein bisschen eingeholt. Die Ureinwohner stehen Touristen doch eher kritisch gegenüber, sind im Allgemeinen sehr ungepflegt und lassen ihr Hab und Gut im wahrsten Sinne des Wortes verrotten. Ist ein Boot kaputt, wird es im Wasser untergehen gelassen. Ist ein Haus vermüllt, wird in ein neues Haus eingezogen. Sponsored by the state....die Ureinwohner haben hier Sonderrechte. Jedenfalls wollten wir vor Ort einen Trail laufen, der zu einem Strand führt. Unerwarteterweise wurden wir von einer Dame angehalten, die für das Betreten des Pfades wiederum Geld haben wollte (25 Dollar oder eine Spende). Das ganze Rumgekaspere hat insgesamt so lange gedauert, dass wir letztendlich nur eine halbe Stunde am Strand verbringen konnten. Wir mussten dafür sowohl zum Strand hin als auch zum Boot zurückhetzen. Vor allem letzteres, um das Boot nicht zu verpassen. Und was sagt der Captain dann?? Nochmal Geld! Aber nicht mit uns. Wir haben so lange mit ihm diskutiert, bis er uns so mitgenommen hat. Zumal sein Kollege von der Hinfahrt meinte, das Geld wäre für Hin- und Rückfahrt. Zusammenfassend keine schöne Tour! Immerhin haben wir ein paar Sanddollars gefunden.
Bevor wir uns wieder "on the Road" begeben haben, hat Christiane noch kurz den Botanischen Garten besucht, in dem sie mal gearbeitet hat. Anschließend ging es 30 Kilometer weiter nach Ucluelet.
Ucluelet 20.08. - 21.08.
Da in Tofino für diese Nacht kein Platz mehr zu finden war, mussten wir nach Ucluelet ausweichen. Der Campingplatz war gut, bis auf die Kosten für die Dusche. 3 Dollar für 5 Minuten. Die Spinner! Dann lieber noch einen Tag warten. :-) In Ucluelet sind wir noch einen kleinen Trail an der Küste entlang gelaufen. Zu sehen gab es einen kleinen Leuchtturm, Bäume, Wasser und....einen Wal! Zumindest vielleicht. Bis heute bilden wir uns ein einen Wal am Horizont gesehen zu haben. Mit dieser Einbildung lässt sich ganz gut leben! :-)
Port Hardy 21.08. - 23.08.
Am 21.08. stand ein lange Reise auf der Tagesordnung. Sie sollte ins ca. 500 Kilometer entfernte Port Hardy führen. Das ist ein Fischerort am nördlichsten Zipfel der Insel und gilt als ein wichtiger Versorgungshafen. Die Fahrt war lange und verregnet. Wir sind aber wohlbehalten (und mit einem Kaffee von "Sue") gut angekommen und haben einen recht netten Campingplatz gefunden. Hier gibt es allgemein viele Bären, die auch desöfteren über den Campingplatz laufen und sich am Fluss Nahrung besorgen. Ein Schauspiel, das man fast jeden Tag beobachten könnte. Wir alle waren aber nicht scharf auf eine Begegnung mit einem Bären und hatten Glück, dass sich kein Bär auf dem Campingplatz verirrt hat (wir haben aber auch keinen Anlass dazu gegeben, sprich, kein Essen ö.ä. draussen lassen).
Und wie unser Glück es will, am nächsten Tag hat es schon nicht mehr geregnet. Allerdings ist der Temperaturunterschied zu den südlicheren Orten der Insel beachtlich. Allgemein gibt es hier von Süden, nach Norden, Westen und Osten größere Wetterunterschiede. Wir sind in den Ort gegangen, haben uns zwischendurch Fish&Chips gegönnt und den Fischern beim Fischen (und Filettieren der Fische) zugeguckt. Und den Fischen beim Springen...schließlich sind wir an der Kirmes angelangt. Ziemlich trostlos....
Soviel zu diesen Orten. Am 23.08. sind wir bereits wieder in Richtung Süden gefahren, um die letzten Tage am Strand zu entspannen. Ziel war Qualicum Bay/Qualicum Beach.
Eingestellt von Davintje 23.08.2010 21:17 Archiviert in Kanada Tagged backpacking







